Der DRK-Kreisverband Biedenkopf ist ein sozialer Dienstleister, der gemeinnützig auf wirtschaftlich gesunder Basis arbeiten muss.
Wir stehen als Organisation heute mehr denn je im direkten Wettbewerb zu möglichen privaten und anderen gemeinnützigen Organisationen.
Auch unsere Partner der Kostenträgerschaft machen ihren Auftrag geltend, die bestmögliche Leistung zu angemessenen Preisen zu erhalten.
Dieser Herausforderung stellen wir uns.
Denn nur durch eine kontinuierliche Verbesserung unserer Leistung und dem Streben nach Kostenoptimierung werden wir auch zukünftig in der Lage sein,
unsere Marktposition als bedeutender und leistungsstarker Anbieter in unserer Region zu wahren.
Bei allen Vorgaben, die sich aus wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben,
müssen wir uns dennoch jederzeit unseres menschlichen Auftrags besinnen und im täglichen Einsatz die Grundsätze des Roten Kreuzes beachten.
Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen unsere Kunden: Patienten, Heimbewohner, Kunden der Breitenausbildung, der Sozialstationen (Hausnotruf, Essen auf Rädern etc.) in Ihrer individuellen Situation und deren Angehörige. Neben unseren Kunden in den Einrichtungen gehören auch Ärzte aus Krankenhäusern, Sanitätshäuser, Apotheken, Kirchenvertreter, Behörden und Kommunen, der Medizinische Dienst der Krankenkassen u. a..
Jeder Mitarbeiter (Pflegekräfte, Mitarbeiter der Serviceabteilungen, Verwaltung) und die Kooperationspartner (Ärzte, Dienstleister) haben die Aufgabe, eine menschenwürdige Pflege und Behandlung zu sichern.
DRK-Grundsätze
Alle Mitarbeiter und Kooperationspartner kennen die DRK-Grundsätze und ihre Bedeutung und wenden sie an:
· Menschlichkeit
· Unparteilichkeit
· Neutralität
· Unabhängigkeit
· Freiwilligkeit
· Einheit
· Universalität.
Unsere Leitlinien
Es sollte sich grundsätzlich jeder Mitarbeiter regelmäßig folgende Fragen stellen:
- Was muss wie getan werden?
- Welche Möglichkeiten zur Umsetzung stehen zur Verfügung, welche Regeln sind zu beachten?
- Ist das Qualitätsziel zu erreichen?
- Welcher Personenkreis muss informiert oder eingebunden werden?
Die Arbeit der karitativen DRK-Einrichtungen
In der Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes Biedenkopf e.V. befinden sich eine Vielzahl von modernen, medizinischen, pflegerischen, betreuenden und karitativen Einrichtungen zum Wohle von Patienten, Bewohnern und Hilfebedürftigen.
Es ist unsere Hauptaufgabe, im Rahmen unserer Leistungsfähigkeit eine bedarfsgerechte und optimale Betreuung, Versorgung und Pflege am Menschen sicherzustellen. Wir bekennen uns zu einem bestmöglichen Umgang mit allen Menschen innerhalb unserer Institutionen, unabhängig von der sozialen Stellung, politischen Meinung, Religion, Staatsangehörigkeit, Herkunft oder Wohnsitz.
Hierbei wird von den Mitarbeiter/innen des DRK-Kreisverbandes Biedenkopf alles getan, was zur ambulanten Versorgung, zur Altenbetreuung, zur Heilung und/oder zur Linderung von gesundheitlichen Einschränkungen und Krankheiten beiträgt.
Das setzt bei allen Mitarbeiter/innen und den Führungskräften gleichermaßen Vertrauen, Engagement, effektives Arbeiten und gegenseitige Achtung voraus.
Auf Basis der Leitlinien ist in unseren Einrichtungen ein Vertrauensverhältnis unter den Mitarbeiter/innen entstanden, das auch Kritik ermöglicht. Die Einbindung der Führungskräfte sowie des Betriebsrates in laufende Entscheidungen und Gespräche haben sich in den vergangenen Jahren bewährt.
Aber nicht nur die menschlichen Qualitäten, sondern auch die fachliche Kompetenz kennzeichnen unsere Arbeit und wirken sich auf die Leistungsfähigkeit aller Institutionen und deren Abteilungen aus. Daher unterstützen wir alle sinnvollen Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen.
In verschiedenen Berufsgruppen unserer Einrichtungen wird die Ausbildung von Mitarbeiter/innen, beispielsweise durch die aktive Arbeit und der Breitenausbildung, aber auch durch Kooperation mit anderen Unternehmen ermöglicht.
Menschlichkeit
Wir sehen unsere Kunden in ihrer Ganzheit von Leben und Sterben. Unser Handeln richtet sich nach den Fähigkeiten (Ressourcen) des Kunden und seines Umfeldes.
Unparteilichkeit
Jeder Kunde hat das gleiche Recht auf Pflege / Behandlung. Kunden werden nicht aufgrund von Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, sozialer Stellung, Geschlecht, religiöser oder politischer Überzeugung diskriminiert.
Neutralität
Wir versuchen, uns in alltäglichen Behandlungs-, Pflege- und Konfliktsituationen so zu verhalten, dass der Grundsatz der Menschlichkeit beachtet wird.
Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, zu fördern und zu erhalten.
Unabhängigkeit
Unter Beachtung aller Rahmenbedingungen gestalten wir ein eigenes Pflegekonzept und wenden es an.
Freiwilligkeit
Wir wollen freiwillig alle Kunden ohne Ansehen der Person mit gleicher Qualität pflegen und zu behandeln, ohne bestechlich zu sein. Pflege stellt ein gewalt- und zwangfreies Geschehen dar.
Einheit
Wir wollen konstruktiv mit anderen RK-Einrichtungen und unseren Kooperationspartnern zusammenarbeiten. Unsere pflegerischen Konzepte stellen wir bei Bedarf auch Anderen zur Verfügung.
Universalität
Wir vertreten ein einheitliches, gemeinsames Pflege- und Behandlungsverständnis und handeln danach.
Allgemeine Verhaltensrichtlinien
Jeder Mitarbeiter muss sich bewusst sein, dass er das Rote Kreuz nach außen vertritt.
Dies erfordert ein sauberes und ordentliches Erscheinungsbild und ein freundliches
und hilfsbereites Verhalten. Dies gilt auch außerhalb des Dienstes.
Unser Miteinander muss geprägt sein von Respekt, Offenheit, Kollegialität, Toleranz
und Kameradschaft.
So, wie der einzelne Mitarbeiter sich in der Öffentlichkeit präsentiert, negativ als auch positiv,
so wird das Rote Kreuz von der Öffentlichkeit gesehen.
Verhaltensrichtlinien und Kommunikation mit Kollegen und Kunden
Kommunikation ist die Grundlage unserer Arbeit. Wir können nicht „Nicht-Kommunizieren“,
d. h. jeder Kontakt enthält Informationen durch Worte, Mimik, Gestik und Körpersprache.
Wir sind uns dessen bewusst und legen daher Wert darauf, dass wir uns freundlich und höflich verhalten und in Wortwahl und Körperhaltung, in Gestik und Mimik wie auch durch unsere Kleidung unseren Respekt und unsere Achtung den Mitmenschen gegenüber zum Ausdruck bringen.
Wir wissen, dass Körperkontakt eine besondere Sensibilität erfordert; wir wissen,
dass auch Sprache, bzw. Nicht-miteinander-sprechen verletzen kann. Die Ausgestaltung unserer körperlichen und sprachlichen Kontakte orientiert sich an den individuellen Ausdrucksmöglichkeiten der Kommunikationspartner (z. B. Demente, Kollegen, Ärzte).
Was bedeuten Aussagen in Bezug auf unser Kommunikationsverhalten?
- Wir zeigen Respekt, Offenheit und Toleranz gegenüber anderen
- Beim Betreten von Kranken- oder Bewohnerzimmern wird vorher immer angeklopft
- Wir sprechen in ruhigem und freundlichem Ton
- Wir hören zu und lassen andere ausreden
- Wir stellen Rückfragen bei Unklarheiten
- Wir duzen unsere Mitmenschen nicht automatisch
- Wir sprechen nicht zu schnell und schreien nicht
- Wir kommunizieren mit dementiell erkrankten Menschen auf eine fachlich fundierte Art und Weise
Neben der direkten Kommunikation mit unserem Gegenüber beachten wir die organisatorisch notwendigen Informations- und Kommunikationswege:
- Wir nutzen Übergabegespräche und Teamgespräche aktiv, um notwendige Informationen weiterzugeben und zu erhalten (in schriftlicher Form anhand eines Maßnahmenkataloges)
- Wir informieren uns nach Abwesenheit anhand schriftlicher Aufzeichnungen (Dokumentation und Protokolle)
- Wir geben dienstlich wichtige Informationen an Vorgesetzte weiter
- Wir halten Absprachen ein und nehmen verabredete Termine wahr
- Wir akzeptieren, dass Informationen auch telefonisch weitergegeben werden müssen und sind daher auch telefonisch erreichbar
- Wir sind bereit, unser Kommunikationsverhalten zu reflektieren und fortlaufend weiter zu entwickeln
- Wir melden uns höflich und mit Namen am Telefon und leiten Informationen entsprechend weiter
Willy Welsch
Vorstandsvorsitzender
DRK Kreisverband Biedenkopf e. V.
